Methyldrostanolon: Einnahme, Dosierung & Nebenwirkungen im Detail
Aktualisiert am 17. Mai 2026 · Geprüft vom DeusPowershop Redaktionsteam
Methyldrostanolon, weithin bekannt unter seinem ursprünglichen Markennamen Superdrol (chemisch als Methasteron oder 17α-Methyl-Drostanolon bezeichnet), ist eines der stärksten und am schnellsten wirkenden oralen anabolen androgenen Steroide (AAS), die je entwickelt wurden. In den 1950er Jahren von Syntex erforscht, wurde es jedoch nie als verschreibungspflichtiges Medikament zugelassen. Stattdessen tauchte es 2005 als frei verkäufliches Nahrungsergänzungsmittel auf. Trotz seiner damaligen legalen Vermarktung ist Methyldrostanolon ein unglaublich starker hormoneller Wirkstoff. Er weist enge strukturelle Ähnlichkeiten mit Drostanolon (Masteron) auf, besitzt jedoch eine entscheidende Modifikation, die seine Potenz, Bioverfügbarkeit und Toxizität drastisch verändert.
Hintergrundinformationen zu seiner chemischen Entwicklung und Struktur finden Sie unter Methasteron auf Wikipedia sowie in den klinischen Studien zur Hepatotoxizität oraler Steroide (PMC4214858).
Die chemische Struktur von Methyldrostanolon
Methyldrostanolon ist ein modifiziertes Derivat von Dihydrotestosteron (DHT). Chemisch unterscheidet es sich von Masteron (Drostanolon) in zwei wesentlichen Aspekten:
- 17α-Alkylierung: Durch das Hinzufügen einer Methylgruppe an der Kohlenstoff-17-Position übersteht die Verbindung den First-Pass-Metabolismus der Leber. Dies macht sie oral hochwirksam, erhöht jedoch die Belastung der Leber drastisch.
- 2-Methylgruppe: Die Methylgruppe an der Kohlenstoff-2-Position steigert die anabole Wirkung massiv, was zu einem extrem hohen anabolen-zu-androgenen Verhältnis führt (400:20).
Aufgrund dieser Modifikationen aromatisiert Methyldrostanolon nicht zu Östrogen. Anwender können schnelle, trockene Zuwächse ohne jegliche Wassereinlagerungen erwarten, was es zu einer hervorragenden Verbindung für fettfreien Muskelaufbau oder die Wettkampfvorbereitung macht.
Erwartete Ergebnisse & Vorteile
Wenn Methyldrostanolon in ein strukturiertes Bodybuilding-Protokoll integriert wird, berichten Athleten in der Regel über folgende Resultate:
- Trockener Muskelaufbau: Da keine Konvertierung in Östrogen stattfindet, sind die Muskelzuwächse mager, dicht und extrem definiert – ohne das schwammige, wässrige Aussehen, das bei Wirkstoffen wie Dianabol oder Anadrol auftritt.
- Explosiver Kraftanstieg: Anwender berichten häufig bereits in den ersten 7 bis 10 Tagen nach Zyklusbeginn von massiven Steigerungen der Trainingsleistung und Maximalkraft.
- Extremer Muskelpump & Vaskularität: Die Verbindung bewirkt eine starke Glykogeneinlagerung in den Muskelzellen, wodurch selbst in einem Kaloriendefizit ein sehr praller, definierter und vaskulärer Look entsteht.
Optimale Dosierungsrichtlinien
Aufgrund seiner extremen Potenz ist die Spanne zwischen einer wirksamen Dosierung und schweren Nebenwirkungen außergewöhnlich schmal. Die folgenden Dosierungen entsprechen den gängigen Praktiken im Kraftsport:
| Erfahrungsstufe | Tägliche Dosis | Einnahmeschema |
|---|---|---|
| Anfänger | 10 mg/Tag | Einmal täglich mit einer Mahlzeit (morgens). |
| Fortgeschritten | 20 mg/Tag | Aufgeteilt in zwei Dosen von 10 mg (morgens/abends) für stabile Blutspiegel. |
| Profi | 30 mg/Tag | Aufgeteilt in 10-mg- oder 20-mg-Dosen. Dosen über 20 mg sind extrem riskant. |
WARNUNG: Tägliche Dosen von mehr als 30 mg sind hochgradig toxisch und sollten unter allen Umständen vermieden werden.
Methyldrostanolon Zykluslänge & Anwendung
Der Goldstandard für die Methyldrostanolon-Zykluslänge liegt bei strikt 3 bis 4 Wochen. Aufgrund seiner extremen Lebertoxizität ist eine Einnahme über 5 Wochen oder länger hochgefährlich und führt fast immer zu schweren Leberschäden, Cholestase und extremer Lethargie.
Es wird häufig als „Kickstart“ zu Beginn eines längeren injizierbaren Zyklus (z. B. mit Testosteron und Masteron) oder in den letzten Wochen einer Wettkampfdiät zur Muskelhärtung eingesetzt. Es sollte niemals als reiner oraler Zyklus ohne Testosteronbasis verwendet werden, da die körpereigene Testosteronproduktion extrem schnell eingestellt wird, was zu einem Östrogenmangel und schwerer Lethargie führt.
Nebenwirkungen & Risikomanagement
Die Minimierung von Risiken während eines Methyldrostanolon-Zyklus erfordert gewissenhafte Vorbereitung, Blutbilder und Leberschutz:
- Hepatotoxizität (Leberbelastung): Als 17α-alkyliertes Steroid belastet es die Leber massiv, was zu erhöhten ALT/AST-Werten und möglicher Cholestase (Gallenstau) führen kann. Ein Leberschutz mit 500 mg/Tag TUDCA und 1200 mg/Tag N-Acetyl-Cystein (NAC) ist zwingend erforderlich.
- HPTA-Unterdrückung (Shutdown): Methyldrostanolon legt die körpereigene Hormonproduktion vollständig lahm. Direkt nach dem Zyklus ist eine umfassende Post-Cycle-Therapie (PCT) mit SERMs wie Clomid (Clomifen) oder Nolvadex (Tamoxifen) erforderlich.
- Kardiovaskuläre Belastung: Es senkt das HDL-Cholesterin (gutes Cholesterin) stark, erhöht das LDL-Cholesterin (schlechtes Cholesterin) und fördert eine Verengung der Blutgefäße, was den Blutdruck ansteigen lässt. Eine gesunde Ernährung mit vielen Omega-3-Fettsäuren und regelmäßige Blutdruckmessungen sind Pflicht.
- Androgene Effekte: Akne, beschleunigter Haarausfall bei entsprechender genetischer Veranlagung und fettige Haut sind häufige Begleiterscheinungen.
Methyldrostanolon vs. Drostanolon (Masteron)
| Merkmal | Methyldrostanolon (Superdrol) | Drostanolon (Masteron) |
|---|---|---|
| Verabreichung | Oral (Tabletten) | Injizierbar (Öl-basiert) |
| Leberbelastung | Extrem hoch (erfordert TUDCA) | Keine |
| Standard-Zykluslänge | 3–4 Wochen | 8–12 Wochen |
| Aromatisierung | Keine | Keine (wirkt als Anti-Östrogen) |
Nächste Schritte
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- Erfahren Sie mehr über die Erholung nach dem Zyklus in unserem Leitfaden zur Post-Cycle-Therapie (PCT).